Wasserstofftechnik und Zukunft

Martin Gödecke

Wasserstofftechnik und Zukunft

25. Januar 2021 Allgemein 0

Wasserstoff (H²) als Energieträger u.a. für Industrie, Verkehr, Wärmeerzeugung und Speicher. Das ist keine neuerliche Erfindung.

Um 1828 wurde bereits der Wasserstoff in Experimenten nachgewiesen. Und 1842/43 die erste Brennstoffzelle als sogenannte „Gasbatterie“ entwickelt. Und im Roman „Die geheimnisvolle Insel“ von  Jules Verne, aus dem Jahr 1875, lies der Schriftsteller flammend verkünden,Das Wasser, dass durch Elektrizität, in seine Elementarbestandteile zerlegt wird, eines Tages eine ungeahnte Quelle der Wärme und des Lichts sein wird. Das Wasser ist die Kohle der Zukunft.“

Und wie sieht die Gegenwart 145 Jahre später aus. Weltweit hat, hat China vor Jahren erkannt das Wasserstoff der umweltschonende Energieträger der Zukunft ist. Darum wurde die staatliche Förderung in China für rein elektrische Batterie-Kfz sogenannte E-Autos eingestellt. Staatliche Förderungen gibt es nur noch für die Wasserstofftechnik.                                                          Aufgrund dessen hat sich der Absatzmarkt für die Batterie-Kfz auf dem europäischen und amerikanischen Markt verlagert und es wird dafür vehement geworben. Obwohl der Individualverkehr nur mit E-Autos nicht möglich wäre.

Die Wasserstofftechnik wird in Deutschland erst seit kurzer Zeit als CO² neutraler Energieträger in den verschiedenen Industriebereichen wahrgenommen.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) wird die Wasserstofftechnik bereits umfangreich eingesetzt. Dort fahren, in den verschiedensten Kommunalen ÖPNV-Betrieben, bereits serienmäßige erfolgreich Linienbusse die mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb ausgestattet sind.  Diese Busse werden in Polen („Solaris“) oder Belgien („Van Hool“) mit Brennstoffzellentechnik Weltweit verkauft. Förderprogramme der EU des Landes NRW und des Bundes unterstützten die Projekte als sogenannte Wasserstoffmodelregionen.

Die Bundesregierung fördert z.Zt. mit 700 Mio. Euro für Wasserstofftechnik. Dazu gehören Produktionsstätten auf See, für Transportwesen sowie für Export-Anlagen.

Die Entwicklung der Wasserstofftechnik, hat das Land Niedersachsen im Vergleich zu NRW verschlafen und verspätet aufgegriffen.

Die Fraktion „Die Unabhängigen“, sind die erste Fraktion im Kreistag gewesen, die das Thema im Juni 2019 aufgegriffen haben. Und immer wieder neue Anträge einreichen, um eine Wasserstoff-Infrastruktur hier voranzutreiben und aufzubauen. Die Verkehrsarten Bus und Bahn sowie den Fuhrpark des Landkreises inklusive der Kommunalen Gesellschaften, sind potenzielle Wasserstoff-Model-Projekte, um eine CO² Neutrale Alternative zur Umsetzung der UN-Klimaziele voranzubringen.

Die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik (im engl.Fuel Cell) ist bereits im Heizungsbereich und bei der Strom-Wärmeerzeugung im Einsatz  und als  Antriebstechnik in Schiffen, Lastkraftwagen, Bussen und Pkw`s. Serienmäßige Wasserstoff-Kfz gibt es z.Zt. von Hyundai, Toyota, Honda, da in Asien die Wasserstofftechnik und Wasserstoffindustrie dort wesentlich weiterentwickelt ist als in Deutschland.